X

Jetzt zum Newsletter anmelden!

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:

News und Infos aus Köln

Anzeige

Ausstellung in Köln: Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg

Geschichten von Mut, Zwang und Kolloboration: Vom 16. September 2010 bis 16. Januar 2011

Männer aus Afrika kämpften für die Freiheit Europas

Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg – in Europa. In Afrika herrschte dagegen bereits seit 1935 Krieg um Äthiopien (mit Soldaten aus 17 Ländern und drei Kontinenten). Auch Japan griff China bereits 1937 an. Bis 1945 leisteten Millionen Soldaten aus der Dritten Welt einen wichtigen Beitrag, um die Menschheit von Naziterror, italienischem Faschismus und japanischem Großmachtwahn zu befreien. Dazu gehörten Inder und Chinesen, Afrikaner und Lateinamerikaner, Filipinos und Pazifikinsulaner. Männer und Frauen von allen Kontinenten leisteten freiwillig und aus antifaschistischem Bewusstsein oder zwangsrekrutiert für die Krieg führenden Kolonialmächte Militär- und Arbeitsdienste. Weite Teile der Dritten Welt – von der lateinamerikanischen Küste über Nordafrika und den Nahen Osten bis nach Indien, Südostasien und Ozeanien – dienten als Schlachtfelder und blieben nach Kriegsende verwüstet zurück.

Allein in China forderte der Krieg mehr Opfer als in Deutschland, Italien und Japan zusammen. Bei der Befreiung der philippinischen Hauptstadt Manila von den japanischen Besatzern kamen mehr Zivilisten ums Leben (100 000) als durch die Bombardements der Alliierten auf Berlin, Dresden und Köln. Die Kolonien der Krieg führenden Mächte mussten zudem Nahrungsmittel für die kämpfenden Truppen und Rohstoffe für die Rüstungsproduktion liefern. Oft hungerte deshalb die einheimische Bevölkerung.

Auch das NS-Regime bezog kriegswichtiges Material aus den französischen Kolonien in Afrika und Indochina, die unter der Kontrolle der Kollaborationsregierung in Vichy standen. Die Nazis wollten nach der Unterwerfung Osteuropas zudem ein Kolonialreich in Zentralafrika erobern und über Nordafrika in den Nahen Osten vorstoßen. Hunderttausende Juden in dieser Region mussten deshalb um ihr Leben fürchten. 1942 landete ein SS-Kommando in Tunesien, das die Juden in Palästina vernichten sollte, und noch im chinesischen Schanghai sahen sich Zehntausende jüdischer Flüchtlinge von Gestapo-Verfolgern bedroht.

In der Dritten Welt gab es allerdings nicht nur Opfer, sondern auch Kollaborateure der faschistischen Achsenmächte, die im Krieg an deren Seite kämpften, so zum Beispiel in Nordafrika, Palästina, dem Irak, Indien, Thailand und Indonesien.

Die neuste Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum der Stadt erinnert an dieses vergessene Kapitel mit Fotos und Texten, Video- und Hör-Stationen sowie Stimmen von Zeitzeugen und Historikern, zusammengetragen bei Recherchen in 30 Ländern.

Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Filmen, Lesungen, Vorträgen, Führungen und einem spektakulären Hiphop-Tanztheater folgt den geographischen und inhaltlichen Kapiteln der Ausstellung: Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika im Zweiten Weltkrieg, Judenverfolgung außerhalb Europas und Kollaboration.
 
Veranstaltungen in der Langen Nacht der Kölner Museen, am Tag der Menschenrechte (mit einer Zeitzeugin aus Südkorea), zu kolonialen Traditionen in Deutschland und zum Rassismus innerhalb der US-Streitkräfte sowie spezielle Angebote für Schulklassen ergänzen das Programm.

<link http: www.museenkoeln.de ns-dok external-link-new-window external link in new>

 

Für unabhängigen Lokaljournalismus in Köln:

Hilf uns, auch in Zukunft unabhängig und frei berichten zu können.
koeln-magazin.de unterstützen

Newsletter abonnieren und gratis E-Book erhalten

  • Regelmäßige Köln-Infos
  • Events, Gewinnspiele & Hintergrund-Infos
  • Jederzeit abbestellbar
  • Als Dankeschön erhältst du ein gratis E-Book mit 5 Kölner Gerichten – auf Kölsch und Hochdeutsch

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:

Anzeige

Anzeige

Kompetent: Koeln-Magazin.de

Mehr als 3.000 Seiten zum Thema Köln!

Newsletter abonnieren und gratis E-Book erhalten

  • Regelmäßige Köln-Infos
  • Events, Gewinnspiele & Hintergrund-Infos
  • Jederzeit abbestellbar
  • Als Dankeschön erhältst du ein gratis E-Book mit 5 Kölner Gerichten – auf Kölsch und Hochdeutsch

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:

Neue Beiträge

Nachhaltig: Die Metzgerei ohne Fleisch

Tradition: Café Wahlen

Interview: Thilo Klütsch Künstler und Umweltaktivist

Wie in Paris: Le Bistrot99

Interview: Wie Köln digitial wirklich vorankommen kann

Interview: Die Energiewende - Buchtipp

Indoor-Tipps: 10 Ausflüge für Familien

Laufstrecke: Von der Südstadt zum Kalscheurer Weiher

Jump House: Trampolinspaß für Groß und Klein

Zero Waste in Köln: Tipps für einen müllfreien Alltag

Nachhaltige Mobilität in Köln: Alternativen zum eigenen Auto

Der Innere Grüngürtel: Hotspot und Oase in einem

Kletterfabrik: Klettern und Bouldern in Ehrenfeld

Brüsseler Platz: Im Herzen des Belgischen Viertels

Der Rheinpark: Kunst und Rosengärten

Der Volksgarten: Historie und Tretboot fahren

Der Aachener Weiher: Treffpunkt in zentraler Lage

Köln-Ostheim: Sorgenkind und Hoffnungsträger

Der Blücherpark – Kölns barocker Garten

Der Kölner Westfriedhof

Claudia Bleier: Gelebte Kölner Kultur

Akademie für Fußballkunst: „Mit Spaß zum Erfolg“ heißt das Motto des gemeinnützigen Vereins in Brühl bei Köln

Dennis Josef Meseg: Unternehmer, Künstler, Katzenfreund

KIDsmiling e.V. – Von der Straße auf den Bolzplatz

Prof. Michael Schemann: Darm-Forscher und Football-Fan aus Köln

Krimi-Autorin Hannelore Hippe aus Köln: Eine rheinische Frohnatur in Irland

Königsforst: Auf dem Wolfspfad zum Monte Troodelöh

Gegen die Gewalt: HennaMond e.V.

Das Kunibertsviertel: Wo das alte und junge Köln aufeinandertreffen

Der Stadtgarten: Grüne Oase im Kölner Westen

Ein Stück Paris in Köln: das Kwartier Latäng

Abends ausgehen: Friesenviertel

Wie Atlant e.V. bedürftige Menschen unterstützt

Wasserspielplatz im Nippeser Tälchen: Ein erfrischendes Vergnügen

Kölner Schimpfwörter

Ertay Hayit (Herausgeber)
Kölner Schimpfwörter
So richtig auf den Putz hauen. Op Kölsch

Hier können Sie das Buch direkt bestellen:

Zum Hayit-Shop

Auch als E-Book erhältlich
 

Anzeige