X

Jetzt zum Newsletter anmelden!

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:

News und Infos aus Köln

Anzeige

Live-Inszenierung „Absolvo te" über den Missbrauch in der katholischen Kirche

Arbeit des Aktionskünstlers Dennis Josef Meseg auf der Messe „Discovery Art Fair" vom 20. bis zum 23. April 2023

Das Leid der Menschen, die Opfer von Missbrauch in der katholischen Kirche geworden sind, ist unvorstellbar. Von Menschen, die in Machtpositionen agierten, wurden sie sexuell missbraucht und von der Institution Kirche oft jahrzehntelang allein gelassen. Es ist mehr als wichtig, das unfassbare Leid der Betroffenen nicht zu vergessen.

Der Künstler Dennis Josef Meseg aus Wesseling bei Köln nimmt das Thema in einer Live-Inszenierung auf. „Absolvo te“ ist der Name seiner Kunst-Aktion. Das ist lateinisch, bedeutet „Ich spreche Dich frei" und wird von den katholischen Priestern am Ende der Beichte ausgesprochen.

Meseg präsentiert vom 20. bis zum 23. April 2023 seine aktuelle Arbeit „Absolvo te!“ auf der Discovery Art Fair in Köln am Stand AC8. Die 30 Quadratmeter große Ausstellungsfläche in der Messe wird für die Inszenierung einer gesellschaftskritischen Arbeit zum Thema „Missbrauch in der katholischen Kirche und deren Umgang mit Tätern und Betroffenen“ genutzt.

Die Inszenierung umfasst unter anderem einen gotischen Beichtstuhl sowie sechs männliche Aktmodelle unterschiedlichen Alters, mit denen live vor Ort Gemälde inszeniert werden. Diese sollen jeden Besucher und jede Besucherin zum Nachdenken und zu Diskussionen anregen und mehr Sichtbarkeit für das wichtige Thema schaffen.

Zusätzlich finden Fotoshootings mit verschiedenen Fotografen statt. Eine Produktionsfirma aus Potsdam wird während der gesamten Ausstellungsdauer einen Film über die künstlerische Auseinandersetzung des Künstlers mit dem schwerwiegenden Thema drehen.

Weitere Infos zur Kunst-Aktion auf der Discovery Art Fair in Köln gibt auf der Website von Dennis Josef Meseg.

Der Original-Begleittext des Künstlers zu „Absolvo te"

Mehr als 2000 Jahre ist es her, da pilgerte ein zwölfjähriger Junge aus Nazareth mit seinen Eltern nach Jerusalem. Ganz allein ging er in den Tempel, um mit den Schriftgelehrten zu sprechen, und alle staunten über seine Klugheit (Lukas 2:41ff).

Dieser kleine Junge wurde der Grundstein des Christentums. Unter seinem Zeichen, dem Kreuz, verkünden katholische Priester – die heutigen Schriftgelehrten – noch immer, was Jesus gesagt hat: „Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn ihnen gehört das Reich Gottes“ (Markus 10:14).

Darum schicken gläubige Eltern ihre Jungen in die Kirche, in katholische Internate, Knabenchöre, katholische Freizeiteinrichtungen, wo Priester sie beschützen sollen vor dem Bösen, damit am Ende ihres Lebens nicht die Hölle wartet mit Fegefeuer und ewiger Verdammnis, sondern das Paradies.

Doch der Weg dorthin führt durch den Wald der Wölfe, und kein Kind der Welt kann ihn gehen, ohne je einer Versuchung zu erliegen. Hier bietet der Beichtstuhl Abhilfe. Er steht in katholischen Kirchen wie eine Schutzhütte; wer sich hineinflüchtet und seine Sünden gesteht, den spricht der Priester frei („Absolvo te!“).

Aber was, wenn dieser Beichtvater kein Mann Gottes ist, sondern der Wolf selber? Kein Wildtier, das nur seinen Hunger stillt, sondern eine bösartige Kreatur, die das Kostbarste verletzt, das Menschen haben: ihre Kinder.

Sie hüllen sich in teure Gewänder, predigen Gottes Wort und erteilen Absolution. Dabei sind sie es, die Vergebung benötigen. Denn sie sind Wölfe im Schafspelz.

Mit seiner neuen Installation „Absolvo te!“ verweist der Künstler Dennis Josef Meseg die herzlosen Täter auf den Platz, den sie einnehmen sollten. Kniend vor ihren Missbrauchsopfern, um Verzeihung bittend für das Leid und den anhaltenden Schaden, den sie kleinen Menschen zugefügt haben. Es wäre ein erster Schritt zurück auf den rechten Weg.

Porträt des Künstlers auf Koeln-Magazin.de

Auf Koeln-Magazin.de kann man mehr über den Künstler Dennis Josef Meseg lesen.

Für unabhängigen Lokaljournalismus in Köln:

Hilf uns, auch in Zukunft unabhängig und frei berichten zu können.
koeln-magazin.de unterstützen

Newsletter abonnieren und gratis E-Book erhalten

  • Regelmäßige Köln-Infos
  • Events, Gewinnspiele & Hintergrund-Infos
  • Jederzeit abbestellbar
  • Als Dankeschön erhältst du ein gratis E-Book mit 5 Kölner Gerichten – auf Kölsch und Hochdeutsch

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:

Anzeige

Anzeige

Kompetent: Koeln-Magazin.de

Mehr als 3.000 Seiten zum Thema Köln!

Newsletter abonnieren und gratis E-Book erhalten

  • Regelmäßige Köln-Infos
  • Events, Gewinnspiele & Hintergrund-Infos
  • Jederzeit abbestellbar
  • Als Dankeschön erhältst du ein gratis E-Book mit 5 Kölner Gerichten – auf Kölsch und Hochdeutsch

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:

Neue Beiträge

Tradition: Café Wahlen

Interview: Thilo Klütsch Künstler und Umweltaktivist

Wie in Paris: Le Bistrot99

Interview: Wie Köln digitial wirklich vorankommen kann

Interview: Die Energiewende - Buchtipp

Indoor-Tipps: 10 Ausflüge für Familien

Laufstrecke: Von der Südstadt zum Kalscheurer Weiher

Jump House: Trampolinspaß für Groß und Klein

Zero Waste in Köln: Tipps für einen müllfreien Alltag

Nachhaltige Mobilität in Köln: Alternativen zum eigenen Auto

Der Innere Grüngürtel: Hotspot und Oase in einem

Kletterfabrik: Klettern und Bouldern in Ehrenfeld

Brüsseler Platz: Im Herzen des Belgischen Viertels

Der Rheinpark: Kunst und Rosengärten

Der Volksgarten: Historie und Tretboot fahren

Der Aachener Weiher: Treffpunkt in zentraler Lage

Köln-Ostheim: Sorgenkind und Hoffnungsträger

Der Blücherpark – Kölns barocker Garten

Der Kölner Westfriedhof

Claudia Bleier: Gelebte Kölner Kultur

Akademie für Fußballkunst: „Mit Spaß zum Erfolg“ heißt das Motto des gemeinnützigen Vereins in Brühl bei Köln

Dennis Josef Meseg: Unternehmer, Künstler, Katzenfreund

KIDsmiling e.V. – Von der Straße auf den Bolzplatz

Prof. Michael Schemann: Darm-Forscher und Football-Fan aus Köln

Krimi-Autorin Hannelore Hippe aus Köln: Eine rheinische Frohnatur in Irland

Königsforst: Auf dem Wolfspfad zum Monte Troodelöh

Gegen die Gewalt: HennaMond e.V.

Das Kunibertsviertel: Wo das alte und junge Köln aufeinandertreffen

Der Stadtgarten: Grüne Oase im Kölner Westen

Ein Stück Paris in Köln: das Kwartier Latäng

Abends ausgehen: Friesenviertel

Wie Atlant e.V. bedürftige Menschen unterstützt

Wasserspielplatz im Nippeser Tälchen: Ein erfrischendes Vergnügen

Kölner Schimpfwörter

Ertay Hayit (Herausgeber)
Kölner Schimpfwörter
So richtig auf den Putz hauen. Op Kölsch

Hier können Sie das Buch direkt bestellen:

Zum Hayit-Shop

Auch als E-Book erhältlich
 

Anzeige