Von São Paulo bis Tokio auf Kölner Kunstmesse
Letztes Jahr dominierte auf der „Art Cologne“ die rote Pompeji-Rotunde von HG Esch das Süd-Foyer der Kölnmesse. Die fotografisch-architektonische Installation fokussierte den Panoramablick auf den Menschen und damit in das Zentrum des Sichtkreises. Die Zentralbotschaft lag in der Verbildlichung von Vergangenheit der römischen Stadt Pompeji vor über 2.000 Jahren. Zur 58. Ausgabe der Art Cologne, bei der sich der internationale Kunsthandel bis zum 9. November 2025 in Köln versammelt, thront der riesige Bronzeadler des Künstlers Stefan Strumbel unmittelbar vor dem Eingangsbereich.
Die extra für die Messe geschaffene hochsymbolische Skulptur ist als Sinnbild für majestätische Stärke und Macht bekannt. Doch Strumbels Adler zeigt sich anders, er verdeckt sein Gesicht mit dem Flügel. Also kein Stolz, sondern eher die Geste des Schams lässt vieldeutige Schlüsse zu. Vor allem in puncto Geschichte wird der Adler als Denkmal dekonstruiert, um ein Nachdenken über historische und aktuelle Entwicklungen zu generieren.
Gesellschaftliche Reflexion auf der Art Cologne 2025
Rund 165 Galerien und Händler:innen aus 25 Ländern präsentieren auf der diesjährigen Art Cologne ein breites Programm, das in den Sektoren „Galleries“, „Collaborations“, „Neumarkt“ und „Art + Object“ bespielt wird. Als wichtigster internationaler Treffpunkt für Galerien, Sammler:innen sowie Kunstinstitutionen bietet die weltweit erste Kunstmesse nicht nur ein breites Angebot moderner und zeitgenössischer Kunst, sondern auch einen Ort für Austausch, Inspiration und gesellschaftliche Reflexion. Kunst von São Paulo bis Tokio wird hier zum Ausgangspunkt für Gespräche über Umwelt, Identität, Politik und Werte – und die Art Cologne somit zu einer Impulsgeberin für die Zukunft.
„Die Art Cologne steht für Qualität, Vielfalt und konzeptuelle Stärke. Und das zeigt sich auch in diesem Jahr wieder in allen vier Sektoren der Messe“, sagt Daniel Hug, künstlerischer Leiter und Direktor der Kunstmesse. „Mit spannenden Neuzugängen und innovativen Kollaborationen erleben wir 2025 eine Messe, die die ganze Bandbreite des aktuellen Kunstmarkts abbildet.“
Mehr Infos zur Messe: www.art-cologne.de
Text: Ariane Günther
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