„Die Bude war abgerockt“, so Jochen Rausch, Programmchef von 1LIVE, nach dem Auszug aus dem MediaPark in Köln. Nun befinden sich die neuen Räumlichkeiten ganz in der Nähe des Gebäudes vom Westdeutschen Rundfunk am Appellhofplatz 1. Der Standortwechsel ist zudem Auftakt für die Umsetzung des neuen Konzeptes Radio 2020 des WDR.
Seit dem 22. März 2012 senden 1LIVE und Funkhaus Europa nun aus den neuen Räumlichkeiten. Die ehemalige Lagerhalle wurde durch hauseigene Architekten in ein offen gehaltenes Bürohaus umgestaltet. Der Industriecharakter ist jedoch noch sichtbar. Rohre, Kabel und die ursprüngliche Betondecke sind bewusst erhalten geblieben. Bunte Sitzecken und Togunas - kreisrunde, halb offene und akustisch abgeschirmte Meeting-Inseln - dienen als kommunikative Treffpunkte. Für Radiosprecher Olli Briesch sind sie „die kleinsten Konferenzräume der Welt“.
Die Radiosprecher Michael Imhof und Olli Briesch beim Rundgang durch das neue Sendestudio
(Foto: Teschner/koeln-magazin.de)
Das Herzstück des 1LIVE-Hauses bildet das gläserne Sendestudio im Zentrum des Gebäudes. Drumherum arbeiten die Redakteure in ihrem offen gehaltenen Büro. Sie befinden sich somit immer in Ruf- oder Hörreichweite, so Wolfgang Schmidt, Hörfunkdirektor von 1LIVE. Im Sendezentrum gibt es eine weitere Sofaecke, in der die Gäste vor Ort interviewt werden können.
Für Schmidt ist das neue Gebäude ein Meilenstein für Radio 2020, denn „ein schlankes und flexibles Radio ist das Ziel“ des Konzeptes. Einheitliche und leicht zu handhabende Technik und neue Programmplanungs- und Informationstools werden die Verknüpfung von Radio, Fernsehen und Internetpräsens zukünftig erleichtern. Die Idee des offenen Büros soll die Kommunikation des Teams, das aus Redaktion, Technik und Sachbearbeitung besteht, fördern und kreative Arbeitsprozesse unterstützen.
Das Konzept soll künftig auf alle Radiosender des WDR angewendet werden. Bereits im nächsten Jahr sind sie für WDR 2 und WDR 5 geplant.
Cindy Saleschke