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„Cher ami“

Museum für Angewandte Kunst zeigt Proust im Spiegel seiner Korrespondenz

Museum für Angewandte Kunst Köln

Marcel Proust zählt zweifellos zu den größten literarischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, seine „Suche nach der verlorenen Zeit“ gilt als Romanmonument. Über die schriftstellerische Arbeit hinaus war Proust ein manischer, atemloser Briefeschreiber.

Die „Bibliotheca Proustiana Reiner Speck“ in Köln hütet über 80 solcher Briefe, viele von ihnen bisher unpubliziert und unübersetzt. Öffentlich waren sie erstmals vom 26. März bis 7. Juni 2009 in einer Ausstellung in München zu sehen.

Nun zeigt das Kölner <link internal-link>Museum für Angewandte Kunst vom 28. Juni bis 6. September 2009 diese Schau des Literaturhauses München, der Bibliotheca Proustiana Reiner Speck und der Marcel Proust Gesellschaft Köln e.V. Nach der großen Petrarca-Ausstellung „Triumph der Liebe“ im Jahr 2004 präsentiert das Haus mit der Schau „Marcel Proust im Spiegel seiner Korrespondenz“ zum zweiten Mal das Briefeschreiben als eine spezielle Form der Kunst. In Köln lassen sich besondere Bezüge zu Marcel Proust herstellen, denn hier wurde sein Hauptwerk „A la recherche du temps perdu“ zum ersten Mal öffentlich gelesen und hier befindet sich der Sitz der 1982 gegründeten deutschen Marcel Proust Gesellschaft e.V.

Am 28. Juni 2009, dem Tag der Ausstellungseröffnung, weiht die Stadt Köln in Lindenthal an der Ecke Kitschburger Straße/Friedrich-Schmidt-Straße die erste Marcel-Proust- Promenade ein.

Die Ausstellung ermöglicht dem Besucher, Marcel Proust im Spiegel seiner Korrespondenz und sein Werk im Kontext seiner Zeit kennenzulernen. Die Briefe sind in verschiedene Themenbereiche eingebettet, filmische Dokumente und Kommentare von Zeitzeugen ergänzen sie. Mit einem Audioguide können die Besucher einen Großteil der Korrespondenz in deutscher Übersetzung hören. Die Ausstellung zeigt den großen Romancier Proust in einer unmittelbaren, authentischen und vielfältigen Weise, die sein ganzes Leben und Wirken umspannt.

Nähere Informationen im Internet unter <link http: www.dmpg.de>www.dmpg.de und <link http: www.museenkoeln.de>www.museenkoeln.de.

Eintrittspreise: drei Euro, ermäßigt: 1,50 Euro, Tagesticket Plus (Sonderausstellung und Ständige Sammlung): 6,50 Euro, ermäßigt: 3,50 Euro.
Öffentliche Führungen mit dem Arbeitskreis des Museums für Angewandte Kunst (im Eintrittspreis inbegriffen): 18./19. Juli, 14.30 Uhr, 22. Juli, 11 Uhr mit Dr. Richard Kreidler, 1./2. August, 14.30 Uhr, 5. August, 11 Uhr mit Herlint Meyer-Lindenberg.

Bei rechtzeitiger Anmeldung übernimmt der Museumsdienst Köln zusätzliche Führungen für Gruppen und Schulklassen. Telefon 0221/221-23468/-27380, Fax 0221-221-24544.

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