Es gibt keine Tiernummern und auch Zauberer und Clowns sucht man im Chinesischen Staatscircus vergebens. Hier wird ausschließlich Akrobatik gezeigt – und das auf einem ansehnlichen Niveau. Die einzelnen Darbietungen sind verbunden zu einem Gesamterlebnis, das von Musik und Tanz begleitet wird. Seit dem 14. November und noch bis zum 1. Dezember 2013 ist „Mei Li’s Traum" in den Pagodenzelten vor dem Kölner Südstadion zu sehen. Mehrere Großmeister der legendären Anhui Akrobatik-Gruppe präsentieren zwei Stunden lang eine kurzweilige Show. 
Bodenakrobaten mit viel Sprungkraft (Foto: Hayit Medien)
Wer schon einmal versucht hat, ein Diabolo zu balancieren, dem wird beim Anblick der jungen Artistinnen schwindlig. Die jonglieren ihre Diabolos bis hoch unters Zirkuszelt – und fast immer gelingt es auch, sie wieder einzufangen. Aber die erste Darbietung des Programms „Mei Lis Traum" besticht nicht nur durch die bunten und im Dunkeln leuchtenden Gummigeschosse, die auch schon mal im Publikum landen, sondern auch durch schnelle Jonglierkunst und ästhetische Choreographie.
Überhaupt ist die gesamte Vorstellung ein einziges Märchen, das die Geschichte der Mei Li erzählt. Die Inszenierung basiert auf einer wahren Story aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts: Das Waisenmädchen Mei Li wächst nahe der verbotenen Stadt zwischen Schwerttänzern, Schlangenmenschen und Feuerschluckern auf. Es träumt davon, eines Tages selbst eine große Artistin zu sein und nimmt das Publikum mit auf eine Reise in die Welt der Akrobatik.

Großartige Balancierkunst: der Mann mit den
Holzbänken (Foto: Hayit Medien)
Da ist zum Beispiel der Seiltänzer, der spielerisch auf dem hin und her schwingenden Drahtseil balanciert und auch mit einem Einrad kopfüber darüber fährt. Oder die Gruppe junger Männer, die sich per Rolle vorwärts und rückwärts, Salto, Handstandüberschlag durch zwei immer höher werdende Reifen schrauben. Schön anzusehende Jonglierkunst zeigt auch ein Artist, der mit acht Bällen Treppen steigt oder eine Gruppe junger, bunt kostümierter Frauen, die mit ihren Füßen große Bälle tanzen lassen.
Meterhohe Menschenpyramide im Chinesischen Staatscircus (Foto: Hayit Medien)
Höhepunkte sind der Mann mit den Holzbänken, die – alle ineinader verkeilt – auf seiner Stirn balanciert werden, sowie ein Handstandartist, der zum größten Teil einarmig Akrobatik vom Feinsten zeigt. Spannung ist auch garantiert, wenn ca. zwanzig Akrobatinnen auf nur zwei Rädern ihre Künste zeigen. Einzigartig ist auch eine Stuhlpyramidennummer, bei der fünf Artistinnen auf neun locker übereinandergestapelten Stühlen in die Höhe klettern.
Fazit der Redaktion von Köln-Magazin.info
Ein junges Ensemble entführt die Zuschauer in die bunte Zirkuswelt und zeigt Artistik, die in einigen Teilen hochklassig ist. Aber auch alle anderen Darbietungen sind bunt, kurzweilig und recht unterhaltsam. Ein Erlebnis für jedes Alter; für Familien eher mit Kindern ab Schulalter empfehlenswert.
Text: Ute Hayit
Fotos: Ertay Hayit

Noch bis zum 1. Dezember 2013 ist „Mei Lis Traum" in Köln zu sehen (Foto: Hayit Medien)
Infos
Vorstellungen sind Montag bis Samstag 16 und 20 Uhr, Sonntag 11 und 15 Uhr
Tickets gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen von Eventim und auf <link http: www.chinesischerstaatscircus.de>www.chinesischerstaatscircus.de oder <link http: www.eintrittskarten.de>www.eintrittskarten.de
sowie täglich von 9 bis 17 Uhr an den Zirkuskassen.
Der 25. und 26. November sind spielfreie Tage.
Erwachsene zahlen je nach Sitzplatzkategorie zwischen 39 und 49 Euro, Kinder zwischen vier und zwölf Jahren sowie Schüler, Studenten und Schwerbehinderte zwischen 17,50 und 24,50 Euro. Kinder unter vier Jahren haben freien Eintritt, allerdings ohne Sitzplatzanspruch.