Am 15. September 2013 findet der erste „Tag des guten Lebens“ statt. Dann wird das Gebiet zwischen Ehrenfelder Gürtel, Innerer Kanalstraße, Subbelrather und Vogelsanger Straße einen Tag lang von 7 bis 22 Uhr autofrei sein.
Die Anwohner der Nebenstraßen haben so die Möglichkeit, den öffentlichen Raum frei zu nutzen, sich untereinander besser kennen zu lernen und das gemeinschaftliche Leben unter freiem Himmel zu genießen. Auf der Venloer Straße und dem Neptunplatz wird es zudem ein buntes Programm geben.
Der "Tag des guten Lebens" wird initiiert und organisiert von der Agora Köln, einem Bündnis, dem sich 86 Kölner Organisationen und Institutionen angeschlossen haben. Gemeinsames Ziel ist es, den Autoverkehr in der Domstadt zu reduzieren, die ÖPNV-Infrastruktur auszubauen, die Mobilität zu Fuß zu fördern und den Fahrradverkehr zu stärken.
„Wir haben in dieser Stadt mehr als 420.000 Autos, die im Durchschnitt 23 Stunden pro Tag auf einem Parkplatz stehen, während es zu wenig Raum für Grün, für Kindergärten, für freie Kultur oder für Fahrradparkplätze gibt“, erklärt Ralph Herbertz, mobilitätspolitischer Sprecher des Bündnisses und Vorstandsmitglied des Verkehrsclub Deutschland Kreisverband Köln. Außerdem sei die Luftqualität in dieser Stadt mäßig und viele Kölner litten unter Verkehrslärm.
Da der „Tag des guten Lebens“ keine kommerzielle Veranstaltung ist und ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern organisiert wird, sind die finanziellen Mittel begrenzt. Daher sucht die Agora Köln weiterhin Sponsoren, um die Kosten der Veranstaltung zu decken.
Zur Agora Köln gehören unter anderem die AStA der Universität zu Köln, die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB), die Bezirksvertretung Ehrenfeld, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und das Comedia Theater.