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Gastro-Führerschein für Wirte in Köln

Gastro-Gewerkschaft NGG will mehr Qualität hinter dem Kneipentresen

„Lizenz zum Zapfen“: Die NGG fordert einen Berufstest für Wirte – den „Gastro-Führerschein“ (Foto: NGG/Petra Berger)


Wer was wird, wird Wirt: Künftig sollen Wirte in Köln einen „Gastro-Führerschein“ machen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten fordert einen Berufstest für Wirte – als „Lizenz zum Zapfen“. Die NGG Köln will damit die Qualität in der Gastronomie steigern. „Heute kann jeder ein Restaurant oder eine Kneipe aufmachen, der eine saubere Schufa hat, ein Gesundheitszeugnis vorlegt und einen Abendkurs bei der Industrie- und Handelskammer macht – den so genannten ‚Frikadellen-Kurs’. Das ist zu wenig“, sagt Ernst Busch.
 
Der NGG-Geschäftsführer fordert ein „fundiertes Hygiene- und Lebensmittel-Know-how“. Dies müsse jede Restaurantbetreiberin und jeder Kneipenwirt in Köln künftig mitbringen. Busch verlangt dazu einen Qualifikationsnachweis: „Wir brauchen eine Art ‚Gastro-Führerschein’. Immerhin essen und trinken wir das, was in den Gaststätten auf den Tisch kommt. Und da muss sich jeder Gast auf gute Qualität verlassen können.“

Andernfalls werde eben der „Gastro-Führerschein“ eingezogen. Etwa dann, wenn es an der Hygiene hapere oder wenn Pfusch im Spiel sei. „Gerade in Gaststätten und Restaurants besteht die Gefahr, dass heimlich Lebensmittel-Imitate verwendet werden. Dann gibt es Analog-Käse oder Gel-Schinken statt der echten Produkte. Viele meinen eben immer noch, in der Gastronomie den schnellen Euro machen zu können“, so Ernst Busch.

Dabei soll der „Gastro-Führerschein“ weit über das hinausgehen, was die Hygiene-Ampel regelt: Arbeitsrecht und Arbeitsschutz gehören für die NGG Köln ebenso zum gastronomischen Einmaleins wie das Jugendschutzgesetz und betriebswirtschaftliches Know-how. „Ein Wirt muss wirtschaften können. Er muss wissen, dass nicht alles, was abends in der Kasse ist, ihm allein gehört“, sagt Ernst Busch.

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