Gastronomische Institution in Solitärlage
Das Brauhaus-Restaurant „Stapelhaus“ am Kölner Fischmarkt hat ein modernisiertes Erscheinungsbild bekommen. Als eines der markanten Gebäude in der Altstadt direkt an der Rheinpromenade gelegen, wurde das Interieur vom Scheitel bis zur Sohle saniert. Wo seit dem 13. Jahrhundert mit dem „Stapelrecht“ Fische gelagert und verkauft werden durften, steht nun frisch gezapftes Kölsch in hellem, freundlichem Ambiente auf Tischen und Tresen.
Das Projekt der Rundumerneuerung seiner gastronomischen Institution in Solitärlage wurde von Stapelhaus-Inhaber und -Betreiber Frank Markus zu Ostern dieses Jahres gestartet. „Wir haben vormittags und nachts gearbeitet, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten“, so Markus über die umfangreichen Malerarbeiten, bei denen der stilistische Grundton von Rot auf Anthrazit gewechselt wurde.
Gastraum wirkt aufgeräumt und strukturiert
In Zusammenarbeit mit der Objektgestalterin Bettina Hass und der Schreinerei Manfred Junge wurde zudem ein stimmungsvolles Lichtkonzept für die Decke der Schwemme realisiert. Im Spagat zwischen Brauhaustradition und zeitgemäßem Design erhielten liebgewonnene Exponate und Sammlerstücke eine adäquate Inszenierung. So wurden etwa 100 Bilderrahmen sowie alle Tisch- und Hängelampen ausgetauscht und das Holz-Mobiliar gebürstet. „Unsere detaillierte Planung wollte das Stapelhaus auf keinen Fall auf links drehen, sondern für eine aufgeräumte und strukturierte Wirkung des Gastraums sorgen“, sagt Bettina Hass.
„Kölner muss zurück in die Altstadt“
Neben den umfangreichen Verschönerungen im Innenbereich mit 240 Sitzplätzen und auf der Hochterrasse für 40 Gäste gibt es für Frank Markus, der das Stapelhaus seit 2009 führt, eine weitere Premiere. Nach 20 Jahren mit „Dom“ geht das Brauhaus mit „Sion“ eine neue Kölsch-Partnerschaft ein. „Für uns ist das Stapelhaus so etwas wie ein neues-altes Juwel in bester Rheinlage“, freut sich Georg Schäfer, Geschäftsführer der Sion-Brauerei. Ein hochmotivierter Gastronom wie Frank Markus, der Power in seinen Betrieb reinstecke, um ihn zukunftsfähig zu machen, sei ein Glücksfall und verdiene Respekt und Anerkennung, betont Schäfer. Bei allem Grund zum Jubeln über die gelungene Generalüberholung wünscht sich Chef Markus vor allem eins: „Der Kölner muss zurück in die Altstadt kommen“.
Text/Foto: Ariane Günther
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