In der Nacht zum Samstag ist der Pegel des Rheins beträchtlich angestiegen. Bis Sonntagabend ist ein Pegelstand von über acht Metern nicht auszuschließen. Momentan weißt der größte Fluss Nordrhein-Westfalens Steigerungsraten von bis zu 10 cm pro Stunde auf.
Wie die Hochwasserschutzzentrale mitteilt, besteht aber für die Wohngebiete nahe dem Rheinufer bis Sonntag keine Gefahr. Jedoch ist bis einschließlich Dienstag mit einem weiteren Anstieg des Kölner Pegels zu rechnen. Genaue Vorhersagen seien zurzeit aber nur schwer möglich, da der Pegel maßgeblich von weiterem Niederschlag, den Temperaturen und den davon abhängigen Schmelzwassermengen sowie von ungünstigen Wellenüberlagerungen abhängt.
Köln weist insgesamt einen vorbildlichen Hochwasserschutz auf. 1995 wurde bei einem Pegelstand von 10,69 sogar die Altstadt überflutet. Daraufhin wurden etwa 400 Millionen Euro in die Sicherung von Wohnbebauung und Industrie investiert. Theoretisch ist somit der Schutz bis zu einem Pegelstand von 11,30 m gewährleistet.
Bei den Jahrhunderthochwassern in den Jahren 1926, 1993 und 1995 stieg der Rheinpegel über die 10-Meter-Marke. Das sogenannte „Mittelwasser“, also der statsitische 10-Jahres-Mittelwert des Rheins beträgt 3,48 m. Die Hochwasserschutzzentrale wird vorsorglich ab einem Stand von 7,50 m eingerichtet.
Benjamin Kimmig
Hochwasserwarnung für Köln
Frühlingshafte Temperaturen lassen den Rheinpegel steigen (Foto: Jörg Paschke)
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