Aus den USA und aus Großbritannien kamen 2008 deutlich weniger Besucher nach Köln. Eine spürbare Folge der Finanzkrisen dort. Für Köln als Tourismusstadt ist das äußerst ärgerlich. Denn es sind die Hauptquellmärkte, die eingebrochen sind. Doch es gibt ein Trostplaster: Deutlich mehr Besucher kamen 2008 aus Regionen, die östlich von Köln liegen: Ukraine, Russland, Indien, China.
Auch wenn im Jahr 2008 4,1% weniger Gäste als im Vorjahr kamen, so ist die absolute Zahl immer noch sehr beeindruckend: 2,38 Millionen Gäste. Die brachten mehr als 5 Milliarden Euro Geld nach Köln. Davon blieben nach Schätzungen im Haushalt der Stadt Köln durch direkte und indirekte Steuern ca. 100 Millionen Euro. Der Stadtkämmerer - das ist der Finanzminister in Köln - kann sich freuen: An die Firma KölnTourismus GmbH gab es einen öffentlichen Zuschuss von 4 Millionen Euro. Geschäftsführer Josef Sommer und sein Team erwirtschaften also für Köln mindestens ca. 96 Millionen Euro.
Damit auch in Zukunft weiter viele Gäste nach Köln kommen, hat Marketingleiter Hans Odenthal ein umfangreiches Paket an Werbemaßnahmen und Werbekooperationen geschnürt. Es gibt ein Aktionplan, der 19 Außenauftritte bei Messen, Workshops und Roadshows vorsieht. Auch wird die Zusammenarbeit mit den Fluglinien Germanwings und TUIfly weiter ausgebaut, weil diese schwerpunktmäßig Köln anfliegen.
Die Ziele von KölnTourismus sind ehrgeizig: 6,5 Millionen Übernachtung strebt man für das Jahr 2020 an. Da Köln ja nicht nur eine Stadt und ein Zustand ist, sondern auch ein Gefühl (KölnTourismus-Slogan: "Köln ist ein Gefühl"), kann man Josef Sommer und seinem Team zutrauen, dass die das zusammen schaffen.
Ertay Hayit
Tourismusjahr 2008: Leichter Rückgang auf hohem Niveau