Köln ist „eins der beliebtesten Städteziele Deutschlands“, so Elisabeth Thelen, Aufsichtsratsvorsitzende von KölnTourismus. Diese Beobachtung wird von den Zahlen, die KölnTourismus nun veröffentlichte, bestätigt. Im Jahr 2011 konnte die Domstadt erneut einen Besucherzuwachs verbuchen und das sowohl im Freizeit- als auch im Business-Segment.
Übernachtungszuwachs für die Domstadt
Thelen betont, dass der Tourismus für Köln ein bedeutender Wirtschaftsfaktor sei, der sogar mehr Arbeitsplätze schaffe als die Automobilbranche. 2011 war also aus wirtschaftlicher Sicht ein Erfolg für Köln: Im Vergleich zu 2010 sind sowohl die Ankunfts- als auch die Übernachtungszahlen gestiegen, nachdem Köln in den Jahren 2008 und 2009, bedingt durch die Wirtschaftskrise, abnehmende Besucherzahlen hinnehmen musste. 2010 gingen die Zahlen erstmals wieder bergauf und 2011 wurde diese positive Tendenz durch einen Übernachtungszuwach von 8,6 % im Vergleich zum Vorjahr bestätigt. Damit kann Köln einen mehr als doppelt so hohen Zuwachs verbuchen als die Bundesrepublik im Durchschnitt und liegt bundesweit auf dem zweiten Platz hinter Hannover.
Doch die Attraktivität der Domstadt wird nicht nur durch steigende Übernachtungszahlen bestätigt. Neben Hotelgästen und Touristen, die privat, beispielsweise in Studenten-WGs oder in der Couch-Surfing-Szene übernachten, spülen auch Tagesgäste, die für Konzerte oder zum Shoppen in die Rheinmetropole kommen, viel Geld in die Kassen. Insgesamt sind durch gewerbliche und private Übernachtungen sowie Tagesgäste 2011 rund 170 Milliarden Euro zurück in den städtischen Haushalt geflossen.
Die saisonale Verteilung der Gästeübernachtungen zeigt, dass hinter diesen Zahlen häufig ganz pragmatische Gründe stehen. So war z.B. der Mai letzten Jahres der stärkste Monat in der Geschichte Kölns, was wohl wichtigen Messen und nicht zuletzt dem in NRW stattfindenden Eurovision Song Contest zu verdanken war.
Köln zieht Touristen aus der ganzen Welt an. Im Bereich der Primärmärkte, das sind die Länder mit der höchsten Betreuung, kommen die meisten Besucher aus den USA und aus Deutschland selber. Bei den Sekundärmärkten liegt Russland mit über 20 % mit großem Abstand vorne, im Bereich der sogenannten Zukunftsmärkte ist Brasilien Spitzenreiter.
Für diesen Erfolg hat sich Köln im Jahr 2011 einiges einfallen lassen. Projekten wie „Köln-Stadt des Wassers“, großen Leitmessen, dem Kongress- und Eventtag in Gürzenich, der Neuauflage der Köln WelcomeCard und dem Relaunch von „Der KölnShop“ wird es wohl auch zu verdanken sein, dass der Tourismus in Köln im vergangenen Jahr erneut zulegte.
Joseph Sommer, Geschäftsführer von KölnTourismus, blickt optimistisch auf 2012 (Foto: Teschner / Koeln-Magazin)
Positiver Ausblick für 2012
In diesem Sinne blickt KölnTourismus hoffnungsvoll und optimistisch nach vorne und erwartet auch für 2012 wieder steigende Besucherzahlen. Joseph Sommer, Geschäftsführer von KölnTourimus, erklärt es zum Ziel für 2012, die 5 Millionen-Besucher-Grenze zu knacken. Auch dafür hat sich KölnTourismus wieder zahlreiche Projekte einfallen lassen: Die gemeinsame Vermarktung von Köln und Düsseldorf im Businessbereich durch das Projekt „The Meetropolis“, das Jahresschwerpunktthema „Business Destination Cologne“ oder weitere Kooperationen mit der Deutschen Bahn. Klaus Odenthal, Bereichsleiter für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, freut sich auf die Aufgaben, die Köln 2012 erwarten. Die von ihm angesprochene „gesamte Klaviatur des Marketingmixes“ lässt Köln und Kölner hoffen, im nächsten Jahr 5 Millionen Besucher in der Domstadt willkommen heißen zu können.
Katharina Teschner