Nach rund zwei Jahren Bauzeit wird der Lentpark eröffnet. Dieser tritt an die Stelle des ehemaligen Eis- und Schwimmstadions in der Lentstraße. Ab dem 1. Oktober 2011 wird der Betrieb sowohl in der Eishalle als auch im Hallenbad aufgenommen. 2012 werden dann noch die ökologische Außenschwimmanlage und die Sauna hinzukommen. Damit möchte die KölnBäder GmbH alle Aggregatzustände des Wassers vereinen.
Der Lentpark verfügt über eine Wettkampfeisfläche und ein 25 m Schwimmbecken, die in der Folge auch dem Schul- und Vereinsbetrieb zur Verfügung stehen werden. Hinzu kommt die deutschlandweit erste Eishochbahn, die im ersten Stock um das gesamte Gebäude führt. Diese soll ausschließlich von der Öffentlichkeit genutzt werden.
Der gesamte Lentpark ist barrierefrei gestaltet und erfüllt in vollem Umfang die gesetzlichen Vorgaben für ein behindertengerechtes Gebäude. Auf Einstiegsleitern im Schwimmbecken wurde verzichtet und dafür breite Einstiegstreppen eingebaut. Rollstuhlfahrer können über einen Lift in das Schwimmbecken einsteigen.
Über zwei Aufzüge sind auch beide Eisflächen zu erreichen. Die breiten Einstiege auf der Wettkampfeisbahn ermöglichen sogar das Spielen von Sledgeeishockey – einer Version des Eishockeys für Rollstuhlfahrer.
Des Weiteren wurde ein taktiles Leitsystem für Sehbehinderte installiert, das durch den ganzen Lentpark führt, mit Ausnahme eines kurzen Bereichs am Eingang. Eine zweite Umkleidekabine für Menschen mit Behinderung wird später noch fertig gestellt.
Schlittschuhe können im Lentpark geliehen werden. Dafür stehen etwa 1.500 Paar in gängigen Größen zur Verfügung. Wer eigene Schlittschuhe besitzt, kann sie hier auch schleifen lassen. Ab dem 22. Oktober 2011 finden auch regelmäßig Eispartys – stilecht mit Discokugel – statt.
Vor dem Lentpark befindet sich eine Fahrradtankstelle. Mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage können hier die Akkus von E-Bikes kostenlos aufgeladen werden.
Sebastian Winand