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Kölner Museen von zu Hause aus erleben

Kölner Museen stellen kostenlose Online-Formate bereit

Museum von zu Hause aus erleben: Auch das Römisch-Germanische Museum beteiligt sich mit digitalen Angeboten (Foto: Hayit Medien)

Köln hat in puncto Kultur und Museen viel zu bieten. In Zeiten von Corona sind die meisten Angebote und Kultureinrichtungen jedoch zunächst bis einschließlich 19. April 2020 für den Publikumsverkehr geschlossen. Auf Kunst und Kultur müssen Interessierte jedoch nicht verzichten, denn die Museen und der Museumsdienst stellen viele Angebote ins Netz, die kostenlos genutzt werden können.

Auf dem Museumsportal findet man Geschichten rund um die Kölner Museen und ihre Sammlungen. Weitere und regelmäßig erscheinende digitale Angebote für Familien und Kinder, sowie für Schulen sind in Vorbereitung.

Der Ausbau des digitalen Museumsangebots war erst für 2021 geplant und sollte in Zusammenhang mit der Verwaltungsreform #wirfürdiestadt, die Oberbürgermeisterin Henriette Reker ins Leben gerufen hat, umgesetzt werden.

„Wir ziehen jetzt aufgrund der aktuellen Gesundheitslage einige Überlegungen und Anwendungen vor“, so Dr. Matthias Hamann, Direktor des Museumsdienstes. „Wenn die aktuelle Situation dazu führt, dass die Menschen für einige Zeit nicht mehr in die Museen gehen können, dann kommen die Museen eben zu den Menschen.“

Digitale Angebote der Kölner Museen

Das Museum Ludwig ist mit verschiedenen Anwendungen auf seiner Internetseite aktiv.

Die Mitarbeiter des Kölnischen Stadtmuseums erzählen auf Facebook und weiteren sozialen Kanälen täglich spannende Geschichten aus der Vergangenheit, stellen besondere Objekte oder Stichtage vor und geben erste Einblicke in die Ausstellung „50 Johr Bläck Fööss“.

Seit Mitte März berichten die Ausstellungsmacher in kurzen, persönlichen Videos von ihren Lieblingsexponatenim Museum. Unter dem Hashtag #depotdienstag finden Interessierte auf dem Instagram-Kanal des Hauses Geschichten aus dem Depot. Auf der Internetseite können die  Besucher digital an der Tafelausstellung zur Geschichte des Roncalliplatzes „entlangschlendern“, die auf dem Bauzaun des Dom-Hotels zu sehen ist.

Unter dem Titel „Curator's Choice“ bietet das Museum für angewandte Kunst Köln (MAKK) immer donnerstags auf ihrer Website und in den Social Media-Kanälen eine Audioführung zu ausgewählten Sammlungsstücken. Ebenfalls auf der Startseite wird ein Dokumentarfilm zur Geschichte der Kölner Design-Gruppe „Pentagon“ gezeigt. Für Menschen mit Sehbehinderung bietet das MAKK auf seiner Internetseite eine Führung zu den Highlights der Sammlung in Form eines Audio- und Bild-Guides.

Auf der Kinderseite des Museums gibt es Basteltipps und ein Hörspiel zu Design-Highlights aus der Museumssammlung.

Das Museum für Ostasiatische Kunst (MOK) stellt auf seiner Facebook-Seite Wissenswertes rund um die Kunst und Kultur Ostasiens bereit.

„Schauriges und Schönes aus dem Mittelalter“ lautet der Titel einer Audioführung speziell für Kinder auf der Internetseite des Museum Schnütgen. Hier wird außerdem ein virtueller Rundgang durch die Museumssammlung angeboten. Unter dem Hashtag #WegeDurchDieSammlung hat das Museum auch eine 24-teilige Reihe zur Kunst des Mittelalters auf Instagram und Facebook gestartet. Mit Videobotschaften beteiligt sich das Museum Schnütgen zudem an der Aktion #alleinimmuseum des Instagram-Kanals „WDR3imMuseum“.

Das Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) postet auf seinen Social Media-Seiten pro Woche vier verschiedene Beiträge mit Blick hinter die Kulissen und einer Auswahl an besonderen Objekten, Bildeindrücken vom Haus, Beiträgen zu tagesaktuellen Themen.

Das NS-Dokumentationszentrum lädt auf seiner Seite jeweils zu einem virtuellen Rundgang durch die Online-Ausstellungen „Kriegsenden in Köln“ und „Die I.G. Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz“ ein.

Zur Ausstellung „Kriegsenden in Köln“ bietet das Haus außerdem eine umfangreiche Web-App mit ausführlichem Text-, Video- und Audio-Material und zur Ausstellung „Die I.G. Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz“ jeweils online eine umfangreiche Begleitpublikation sowie eine ausführliche Materialsammlung.

Als wohl erste Institution seiner Art bietet das NS-Dokumentationszentrum einen 360°-Rundgang durch die Gedenkstätte und Dauerausstellung, der jeweils durch einen dreistündigen Audioguide in acht Sprachen begleitet wird.

In verschiedenen Audiobeiträgen, die das Römisch-Germanische Museum anlässlich der Ausstellung 14 AD produziert und auf seiner Seite eingestellt hat, erfahren die Hörer, wie die Römer vor 2000 Jahren Köln gründeten und die Basis für unser heutiges Leben in der Domstadt schufen.

Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud stellt täglich auf seiner Facebookseite und dem hauseigenen Instagram-Account unter dem Hashtag #wallrafdaheim ein Highlight seiner renommierten Sammlung vor. Detailaufnahmen, Röntgenfotos und Forschungsberichte bieten einen Blick hinter die Kulissen der Kunst.

Das Rheinische Bildarchiv ist über die Bilddatenbank www.kulturelles-erbe-koeln.de erreichbar, über die inzwischen insgesamt rund 750.000 Fotografien zu Kunst und Kultur in Köln digital und öffentlich zur Verfügung stehen.

Die Kunst- und Museumsbibliothek (KMB) bietet zahlreiche digitale Angebote unter www.kunst-und-museumsbibliothek.de. Auf der Seite www.alte-buecher-zur-kunst.kubi-koeln.de können vollständig gescannte Bücher der KMB online am Bildschirm geblättert und gelesen werden. Einfach „nur“ mal Bilder schauen können Interessierte bei den Fotostrecken auf der Seite www.museenkoeln.de/kunst-und-museumsbibliothek.

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