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Kölner Museum Ludwig: Ausstellung Gerhard Richter noch bis zum 1. Mai

Längere Öffnungszeiten in der letzten Ausstellungswoche

 

Installationsansicht Gerhard Richter „Neue Bilder“ im Kölner Museum Ludwig (Foto: Nathan Ishar)

Noch bis zum 1. Mai besteht die Möglichkeit, die Ausstellung  von Gerhard Richter in Köln zu sehen.
Aufgrund des großen Interesses wird das Museum Ludwig in der letzten Woche der Laufzeit, also von Dienstag, 25. März bis einschließlich Montag, 1. Mai jeweils von 10 bis 21 Uhr geöffnet sein.
 
Am Samstag, 22. April gibt es um 15 Uhr und um 16 Uhr noch Führungen durch die Ausstellung und am Sonntag, 23. April um 11 Uhr, 11.30 Uhr, 12 Uhr, 13 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr.
  
Anlässlich des 85. Geburtstages von Gerhard Richter am 9. Februar 2017 stellt das Museum Ludwig erstmals 26 abstrakte Bilder vor, die alle im letzten Jahr entstanden. Leuchtende Farbigkeit und differenzierte, vielschichtige Kompositionen kennzeichnen die neuen Bilder, die meist auf Leinwand in ganz verschiedenen Formaten gemalt sind. Mit Pinsel, Spachtel, Rakel und Messer bearbeitet der Künstler die in mehreren Schichten aus Ölfarbe aufgebauten Bilder. Seine lange Erfahrung – auch in der Einbeziehung des Zufalls in den Entstehungsprozess – führt zu detailreichen und äußerst komplexen Kompositionen. Der Zweifel an der Darstellbarkeit von Realität und die Frage nach der Bedeutung des gemalten Bildes liegen Richters Schaffen zugrunde.
 
Seit über 50 Jahren arbeitet Gerhard Richter an der fulminanten Erneuerung der Malerei. Das weit ausfächernde Œuvre des vielleicht bekanntesten Künstlers unserer Zeit fasziniert durch das Spannungsverhältnis von Figuration und Abstraktion, von Bedeutung und Banalität. Im Werk Gerhard Richters, der am 9. Februar 1932 in Dresden geboren ist und seit 1983 in Köln lebt, dominieren seit den späten 1970er Jahren seine abstrakten Bilder.
 
Parallel werden wegweisende Werke von Gerhard Richter aus der Sammlung des Museum Ludwig präsentiert: Ikonen wie Ema (Akt auf einer Treppe) von 1966 oder 48 Portraits deutscher Geistesgrößen von 1971/72, das abstrakte Bild Krieg von 1981 bis hin zur Glasarbeit 11 Scheiben von 2003 werden unter anderem zu sehen sein. Diese ebenfalls von Gerhard Richter eingerichtete Sammlungspräsentation zeigt zusätzlich viele Editionen, in denen der Maler seine Mittel und seine Fragestellungen nach Bild und Abbild noch einmal erweitert. Die Editionen von Gerhard Richter sind mitunter schon lange in der Sammlung des Museum Ludwig, teilweise sind es jedoch auch Geschenke, die Sammler aus dem Rheinland und der Künstler selbst, anlässlich seines 85. Geburtstags dem Museum übergeben haben.

Zur Ausstellung ist ein Katalog im Verlag der Buchhandlung Walther König erschienen mit Abbildungen aller 26 neuen Bilder. Die Textbeiträge stammen von Yilmaz Dziewior und Rita Kersting. 80 Seiten, dt./engl. 24 Euro (Buchhandel) / 20 Euro (Museumspreis)
 
Parallel zeigt das Museum Ludwig noch bis zum 14. Mai die Ausstellung „Otto Freundlich. Kosmischer Kommunismus“. 

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