Ein warmes Essen, ein Platz am Tisch und das Gefühl, dazuzugehören – genau dafür setzt sich das Kölner Obdachlosenrestaurant LORE seit Jahrzehnten ein. Dieses gelebte „Mehr als nur satt werden“ hat die Stiftung „Neighbours by Dorint“ mit einer Spende in Höhe von 20.000 Euro gewürdigt, die jetzt an den LORE-Schirmherrn Henning Krautmacher übergeben wurden. Beim sozialen Anlass trat der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester erstmals in seiner neuen Funktion als Schirmherr der Stiftung „Neighbours by Dorint“ auf. Damit unterstreicht der OB die Bedeutung der Stiftung und das Engagement von LORE.
Würdevolle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
Im Obdachlosenrestaurant in der Kölner Domstraße können Menschen, deren Lebensmittelpunkt die Straße ist, für kleines Geld eine frisch zubereitete Mahlzeit bekommen. Zugleich erhalten sie etwas, das sich nicht in Euro messen lässt: Respekt, ein herzliches Willkommen und die würdevolle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – gemeinsam mit anderen Gästen aus allen sozialen Schichten. Ex-Höhner-Frontmann Henning Krautmacher begleitet das Projekt seit der Eröffnung vor über 30 Jahren als Schirmherr.
„Menschen sind nicht Bedürftige, sondern Gäste“
„Mit LORE unterstützen wir ein Projekt, das seit Jahrzehnten zeigt, was gelebte Mitmenschlichkeit bedeutet: Hier wird nicht nur Essen verteilt, hier wird Würde geteilt“, sagt Dirk Iserlohe, Stiftungsratsvorsitzender von „Neighbours by Dorint“ und Aufsichtsratsvorsitzender der Dorint-Hotelgruppe. „Wir freuen uns sehr darüber, mit dem Kölner Oberbürgermeister heute unseren neuen Stiftungs-Schirmherrn vorstellen zu dürfen.“ Torsten Burmester habe die Schirmherrschaft sehr gern übernommen: „Denn die Arbeit der Stiftung zeigt, wie Unternehmen soziale Verantwortung in unsrer Stadt konkret leben können“, betont der Kölner OB. „Besonders freue ich mich darüber, dass die Stiftung mit dem LORE einen Ort ausgewählt hat, der einen wichtigen Beitrag für Menschen mit wenig Geld leistet, indem hier unter der Woche täglich ein gutes Mittagessen zu einem sehr günstigen Preis angeboten wird. Hier sind Menschen nicht Bedürftige, sondern Gäste.“
Text: Ariane Günther
Foto: VVG-Fotograf