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Macbeth in den Städten

Neue interdisziplinäre, spartenübergreifende und erlebnisorientierte Installation in Köln

©Ulbe 2010

Im Rahmen des Schwerpunktthemas „Medienstadt Köln 2010“ bietet Ulbe Produktion in Kooperation mit KölnTourismus von 9. bis 19. September 2010 eine außergewöhnliche Stadtbegehung an: Das Drama Macbeth von Shakespeare als begehbare Hörinstallation.

Eine Stimme lockt und treibt durch die Straßen, vorbei an den Häusern der Stadt, unter deren Fundamenten sich die jahrtausendalte Geschichte Kölns versteckt. Scheinbar bekannte Pfade entpuppen sich als geheimnisvolle Orte, zufällige Passanten werden Teil der Geschichte.

In der Seilbahn über dem Rhein schwebend, auf der Kreuzung zwischen Autos oder in ruhigen Seitenstraßen, der Zuschauer folgt Macbeth auf seinem Schicksalsweg. Die Stadt wird zum Labyrinth, zur einzigartigen Kulisse für die gewaltige Tragödie. Vertraut der Zuschauer der Stimme in seinem Ohr, bringt sie ihn, den stummen Zeugen, sicher ans Ziel.

Der Zuschauer wird von einer Stimme über einen Audioguide zu den Schauplätzen geleitet und erlebt währenddessen das Theaterstück Macbeth in der Kulisse der Kölner Straßen. Das Neuartige an dem Projekt ist das individuelle Hörerlebnis in der sich immer wieder unterschiedlich darstellenden Kulisse. Es werden keine Darsteller oder Installationen benötigt. Einzig die Musik von Gerriet K. Sharma sowie das von Bettina Eberhard und Ulrike Schwab konzipierte und durch Gerd Nesgen technisch umgesetzte Sounddesign, ergänzen die Stimmen bekannter Schauspieler wie Michael Wittenborn, Jördis Triebel oder Daniel Wiemer.  

Der Parcours führt vom Dom durch Teile der Kölner Altstadt zur Hohenzollernbrücke. Dort wird der Rhein überquert, am Ufer entlang geht es weiter durch den Jugendpark zur Seilbahn. In einer Gondel der Kölner Seilbahn findet das Stück seinen Höhepunkt: Der Zuschauer erlebt den Niedergang Macbeths.

Ulbe steht für Ulrike Schwab und Bettina Eberhard, beides freie Künstlerinnen, die dieses Projekt zusammen konzipiert und umgesetzt haben: „Das Theaterstück findet nicht wie gewöhnlich auf der Bühne statt, sondern nutzt stattdessen die Strassen der Stadt als den authentischsten Ort unserer Zeit überhaupt“, so Ulrike Schwab und ihre Kollegin Bettina Eberhard ergänzt: „Nach diesem Rundgang sieht der Zuschauer und Kölner seine  Stadt mit anderen Augen, die Impressionen des Theaterstücks verändern seine Wahrnehmung, das Stück hat ihn und damit die Stadt unwiderruflich verändert. Er wird Bekanntes neu beschauen und Gewohntes neu erleben.“

Preise: 18 Euro / ermäßigt 15 Euro / 5 Euro mit Köln-Pass

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