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Neues Netzwerk Mittelstand der IHK Köln

Thema der Auftaktveranstaltung: Erfolgreich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden und binden

V.l.n.r.: Claudia Göbel (Delphin Technology AG), Mike Gahn (beyondSoft GmbH), Lutz Busch (Kampf Schneid- und Wickeltechnik GmbH & Co. KG), Nicole Grünewald (The Vision Company Werbeagentur GmbH), Sven Gebhard (GC-heat Gebhard GmbH & Co. KG), Harald Goost (Bierbaum Proenen GmbH & Co. KG), Eva Thiel (Moderatorin) (Foto: beyondSoft)

Am 18. März 2014  fand die erste Veranstaltung des neuen Netzwerks Mittelstand der IHK Köln statt. Knapp einhundert Besucher hörten Best-Practice-Vorträge zum Thema Employer Branding für den Mittelstand.

In ihrer Begrüßung wies die Sprecherin des Netzwerks, Nicole Grünewald, zunächst auf den aktuellen DIHK-Arbeitsmarktreport 2013/2014 hin, aus dem hervorgeht, dass mehr als ein Drittel der Unternehmen in Deutschland im Fachkräftemangel ein Risiko für das eigene Geschäft sehen, doppelt so viele wie noch im Jahr 2010. 40% der befragten Unternehmen wollen diesem Mangel mit der Steigerung der Arbeitgeberattraktivität – dem Employer Branding – begegnen.

Hubert Sonntag vom Hattinger Büro gab zunächst einen Einblick in das Thema Employer Branding und erklärte die feinen Unterschiede in der Außendarstellung eines Unternehmens. Wenn vor Jahren noch die Rede davon war, dass man ein attraktiver Arbeitgeber sei, so Sonntag, sei inzwischen die Rede davon, ein glaubwürdiger, attraktiver Arbeitgeber werden zu wollen. Dass Employer Branding ein ständiger Prozess ist, konnte auch Jörg Hübner von der Ferdinand Bilstein GmbH bestätigen. Wer bei der Arbeitgebermarkenbildung nicht glaubwürdig agierte, so Hübner, könne keinen Gewinn daraus ziehen. Besonders hilfreich sei dabei das Story Telling durch eigene Mitarbeiter, denn erfolgreiches Employer Branding begänne immer unternehmensintern.

In weiteren Vorträgen wurden Praxisbeispiele genannt, die unterschiedlichste Wege der Mitarbeitergewinnung und den Umgang mit Social Media aufzeigten. Mitarbeiter der Bierbaum Proenen GmbH berichteten über ihre Erfahrungen, die sie während ihrer dualen Ausbildung in einem  mittelständischen Unternehmen gemacht hatten.
 
Claudia Göbel von der Delphin Technology AG und <link internal-link internen link im aktuellen>Mike Gahn von der Softwarefirma beyondSoft GmbH, beide aktive Mitglieder des Netzwerks Mittelstand, berichteten über ihre Erfahrungen mit der Vergabe von Bachelor- und Masterarbeiten sowie Pflichtprojekten. Nach Ansicht von Claudia Göbel gelingt eine gute Zusammenarbeit mit den Studierenden nur dann, wenn man  attraktive Themen anzubieten hat und die Begleitung insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen Chefsache ist. Mike Gahn zog folgendes Fazit: „Wer als kleines oder mittleres Unternehmen auch in der Zukunft erfolgreich Mitarbeiter gewinnen will, muss schon in der frühen Ausbildungsphase den Kontakt zu potenziellen Mitarbeitern suchen.“.

Noch einen Schritt weiter ging Lutz Buch von der Firma Kampf Schneid- Wickeltechnik GmbH. Er stellte seine Umsetzung des Employer Branding mit Hilfe der Site „Alles-außer-langweilig.com“ vor und berichtete, dass sein Unternehmen bereits in Grundschulen aktiv sei, um insbesondere Mädchen an technische Berufe heranzuführen.

Zum Abschluss berichteten Harald Goost von Bierbaum Proenen und Sven Gebhard von GC-Heat Gebhard GmbH über ihre Erfahrungen im Umgang mit dem Arbeitgeberbewertungsportal „kununu“. Harald Goost erklärte, wie man mit dem Gesetz der großen Zahlen eine zunächst schlechte Bewertung in eine gute Darstellung umwandeln kann und dabei seine Glaubwürdigkeit nicht verliert. Sven Gebhard zeigte auf, dass es sich durchaus lohnen kann, mit „kununu“ Kontakt aufzunehmen, um vorsätzlich fälschlich abgegebene Bewertungen loszuwerden.


Über das Netzwerk Mittelstand
Das Netzwerk Mittelstand der IHK Köln ist ein Zusammenschluss von mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Region, die für Eigenverantwortung, sichere Arbeitsplätze, faire Arbeitsbedingungen, Treue zum Standort Deutschland, Innovationsfähigkeit und Nachhaltigkeit einstehen. In der aktiven Netzwerkarbeit geht es um Austausch auf Augenhöhe, Wissenstransfer und Einsatz für die Wirtschaft in der Region.

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