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Pop am Rhein

Stadtmuseum präsentiert Strömungen in Musik, Film, Kunst und Clubkultur

Tänzer im Creamcheese, 1967. © Achim Reinert, Düsseldorf

Im Rahmen des interdisziplinären Gemeinschaftsprojekts „Pop am Rhein“ zeigt das Kölnische Stadtmuseum die Ausstellung „Pop am Rhein – Strömungen in Musik, Film, Kunst und Clubkultur“. Unter Leitung des Kulturamts der Stadt Köln und des Heinrich-Heine-Instituts der Universität Düsseldorf sowie mit Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes wir die Popmusik-Kultur der Region dokumentiert.

Mit rund 600 Dokumenten und Artefakten (Filme, Videos, Musik, Cover, Magazine, Flyer, Fotografien, Plakate und Kunstwerke) aus 40 Jahren Popgeschichte im Rheinland präsentiert das Museum vom 13. Dezember 2007 bis zum 17. Februar 2008 auf knapp 500 Quadratmetern erstmalig eine Popmusik-Ausstellung.

Eigens für die Ausstellung wurde ein Audio-Guide-System entwickelt, mit dem der Besucher eine Vielzahl von Musikaufnahmen und O-Tönen der beteiligten Künstler abrufen kann. Verantwortlich für das Konzept der Kölner Ausstellung ist Uwe Husslein vom Dokumentationszentrum für Popkultur in Köln, der bereits 2005 im Kölner Museum für Angewandte Kunst die Ausstellung „Got The Look. Graphik der Popmusik“ kuratiert hat.

Die Ausstellung zeigt anhand von ausgewählten Exponaten, dass sich im Rheinland seit Ende der 1960er Jahre immer wieder künstlerische Positionen entwickelt haben, die national und international für popkulturelle Trends in Musik, Literatur und bildender Kunst maßgebend waren.

Bands wie Can aus Köln oder Kraftwerk aus Düsseldorf setzten internationale Maßstäbe, Autoren wie Rolf Dieter Brinkmann wirkten mit anti-literarischer Provokation und Comic-Ästhetik stilbildend. Die Musikmagazine Sounds und Spex gründeten sich in Köln, auch die Jungen Wilden der Malerei wurden am Rhein berühmt. Die elektronische Musik spielt hier spätestens seit Karl-Heinz Stockhausen eine große Rolle, Bands wie Kreidler und Mouse on Mars, Jörg Burger, Markus Schmickler und Air Liquide finden international Beachtung.

Die Ausstellung rückt damit erstmalig die regionalen Aspekte des internationalen Phänomens Pop in den Mittelpunkt. Denn nirgendwo manifestiert sich Popkultur unmittelbarer als im lokalen Bereich, in Clubs und kulturellen Szenen.

So erwartet die Besucher in der Schau zum Beispiel eine multimediale Inszenierung der Düsseldorfer Künstlerdiskothek Creamcheese, Design und Werbung von Heinz Edelmann und Charles Wilp, Zeitschriften, Bücher von Rolf Dieter Brinkmann und der Exit Gruppe, Kunstwerke von Ferdinand Kriwet, Günther Uecker von der Mülheimer Freiheit, Moritz R., Milan Kunc oder Markus Oehlen, Fotografien von Jens Hagen, Philpp Lethen, Oliver Sieber, Wolfgang Burat, Thomas Ruff und vielen anderen sowie natürlich viel Musik von Can bis zum aktuellen Sound of Cologne.

Als lebendiger Ort kultureller Begegnung präsentiert das Kölnische Stadtmuseum neben der Creamcheese Lounge eine Reihe von musikalischen Aufführungen in der Ausstellung selbst. Diverse Clubkonzerte in der Stadt, eine Popfilmreihe im Museum Ludwig und eine Festivaltour auf dem Rhein mit dem größten Schiff der Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt, der MS RheinEnergie, am 15. Februar 2008 runden das Programm ab. Vollständig finden Sie es unter <link http: www.popamrhein.de>www.popamrhein.de.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, Dienstag von 10 bis 20 Uhr und Montag geschlossen. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt vier Euro.

Zur Ausstellung gibt es jeweils samstags um 15 Uhr eine Führung. Die Termine: 15. Dezember 2007; 5., 12., 19. und 26. Januar, 9. und 16. Februar 2008. Weitere Führungen nach Vereinbarung. Die Gebühr beträgt zwei Euro zuzüglich Eintritt. Reservierung per E-Mail unter info@dokpop.de oder telefonisch unter 0221-379 96 69.

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