Bunt bemalte Pfosten, Schilder mit Giraffen und eine grinsende Zebra-Figur – wer die Kreuzung Gottesweg/Petersbergstraße in Köln-Sülz passiert, merkt schnell, dass hier etwas anders ist, und drosselt automatisch das Tempo. Genau das ist das Ziel, das die Viertklässler der Gemeinschaftsgrundschule Stenzelbergstraße mit dem Kunstwerk in der Nähe ihrer Schule verfolgen: die Präsenz von Kindern im Straßenraum hervorheben und so ihren Schulweg sicherer machen.
Als vor ein paar Jahren überlegt wurde, an dieser Stelle die alte Ampelanlage abzubauen und durch einen einfachen Überweg zu ersetzen, stieß dies auf den Widerstand zahlreicher Eltern, deren Kinder täglich die Kreuzung auf ihrem Weg zur Schule nutzen müssen. Die Stadt Köln und der ADAC schlugen der Schulgemeinde zur Entschärfung der Situation die Anlage eines „Kinderzebrastreifens“ vor – ein Verkehrsplanungs-Modell, das bereits 2009 am Zugweg in der Kölner Südstadt realisiert wurde.
Dahinter steht die Erkenntnis, dass Kinder Verkehrsräume besser verstehen und sicherer nutzen, wenn sie bei Planung und Bau selbst Hand angelegt haben. So wurden die 46 Kinder der jetzigen vierten Klassen von Anfang an in die Planung und Gestaltung miteinbezogen. Sie durften ihrer Kreativität freien Lauf lassen, malen, zeichnen und die Kreuzung nach ihren Vorstellungen gestalten. Die Experten von Stadt und ADAC achteten darauf, dass alles mit der Straßenverkehrsordnung übereinstimmte.
Sülzer Kinder gestalten Zebrastreifen
Solz präsentieren die Kinder den von ihnen gestalteten Zebrastreifen (Foto: ADAC)
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