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Weihnachtsausstellung im Schokoladenmuseum Köln

„Weihnachtsglanz auf Tannenspitzen“ zeigt Christbaumschmuck der letzten 150 Jahre

Rita Breuer(links) und Tochter Judith präsentieren die Entwicklung des Christbaumschmucks in den letzten 150 Jahren<br>(Foto: Kurbjeweit/koeln-magazin.de)

„Genauso wie Weihnachten und Weihnachtsbäume, gehören auch Weihnachten und Schokolade zusammen”, erklärt Maria Mrachacz, Museumsdirektorin des <link internal-link internen link im aktuellen>Schokoladenmuseums in Köln. Vom 29. November 2012 bis zum 6. Januar findet deshalb unter dem Titel „Weihnachtsglanz auf Tannenspitzen“ eine Christbaumschmuck-Ausstellung statt, bei der vor allen Dingen Baumspitzen, die Krönung des Weihnachtsbaums, gezeigt werden.

Die 285 Exponate sind Teil einer Christbaumschmuck-Sammlung, die die Sauerländerin Rita Breuer vor 35 Jahren begonnen hat. Die Ausstellung zeigt Baumschmuck der letzten 150 Jahre und gibt damit einen Überblick über die Weihnachtskultur und wie sich diese in sozialer, politischer und materieller Hinsicht gewandelt hat.


Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden leichte, dünne Baumspitzen aus Glas gefertigt
(Foto: Kurbjeweit/koeln-magazin.de)

„Der Brauch des geschmückten Weihnachtsbaums entstand im 19. Jahrhundert in den Adelshäusern, die ihre großen Säle schmücken wollten”, erklärt Judith Breuer, Tochter und rechte Hand der Sammlerin. Anfangs wurden die Bäume mit Obst und Süßspeisen behangen. Später wurden die Baumspitzen eingeführt, an denen man die Bäume aus Platzmangel an die Decke hing. Für den Trend 2012 steht eine „Tinkerbell“-Figur aus Plastik.

Die wertvollsten Ausstellungsstücke der Sammlung gehören zum „Sebnitzer Schmuck“, der von 1870 bis 1910 angefertigt wurde. Die Unikate wurden aus Resten anderer Fertigungen in Heimarbeit hergestellt und waren so bald durch die Industrialisierung nicht mehr konkurrenzfähig.


Der Sebnitzer Schmuck entspricht im besonderen Maße dem persönlichen Geschmack des Künstlers (Foto: Kurbjeweit/koeln-magazin.de)

Nicht nur wirtschaftliche und industrielle Neuerungen, sondern auch politische Strömungen haben den Christbaumschmuck immer wieder verändert. Im Deutschen Kaiserreich beispielsweise krönte ein Bildnis des Monarchen die Baumspitze. Die Nationalsozialisten druckten Bastelanleitungen für Sonnenrad-Baumspitzen. Während der kommunistischen Revolution schließlich zierte ein roter Stern die Spitze der Bäume, die möglichst keinen christlichen Charakter mehr haben sollten.


Im Deutschen Kaiserreich krönte Kaiser Wilhelm die Baumspitzen (Foto: Kurbjeweit/koeln-magazin.de)

Angefangen mit ihrer Sammlung, erzählt Rita Breuer, hat sie weil sich vor 35 Jahren ihr Mann einen traditionell geschmückten Weihnachtsbaum wie bei seiner Großmutter gewünscht habe. Nun wechselt sie in jedem Jahr das Thema des Baumschmucks. „Je nach Stimmung“, wie sie versichert.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
29.11.2012 – 06.01.2013
Dienstag bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11:00 bis 19:00 Uhr
Im Dezember ist die Ausstellung auch montags geöffnet.

Eintrittspreise:
Erwachsene: 8,50 €
Gruppe ab 15 Pers.: 8,00 €
Ermäßigungsberechtigte: 6,00 €
Gruppe ab 15 Pers.: 5,50 €

Birte Kurbjeweit

<link http: www.schokoladenmuseum.de external-link-new-window externen link in neuem>www.schokoladenmuseum.de

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