Im <link internal-link>Kölnischen Stadtmuseum ist noch bis zum 11. September die Ausstellung „Made in Cologne” zu sehen. Parallel zur Ausstellung wurde eine DVD zusammengestellt, die Werbefilme der 50er, 60er und 70er Jahre zeigt. Dabei handelt es sich um erfolgreiche Produkte von Kölner Firmen, wie zum Beispiel „Ford”, „<link internal-link>4711” oder „Afri-Cola”. 50 ausgewählte Spots und drei Industriefilme zeugen von Wirtschafts- und Lokalhistorie.
„Die Idee ist, mit den Filmen Kulturgeschichte zu vermitteln”, so Dr. Ulrich Soénius, Direktor der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA). Neben einem Ausflug in die Kulturgeschichte unterschiedlicher Jahrzehnte, erhält der Betrachter auch interessante Einblicke in die wirtschafts- und lokalhistorische Ebene der Stadt Köln. Dabei ist es spannend zu verfolgen, wie sich der technische Aspekt der Werbung um einiges verändert hat, die Grundstruktur des Werbens selber aber heute noch ähnlichen Mustern folgt wie in den 50er Jahren.
Werbespots werden auch in der Ausstellung präsentiert, die selbst eine Art Nostalgiefahrt ist. Neben Akten und Papieren geben vor allem Fotos, Filme, Produkte und Verpackungen einen tiefen Einblick in die Werbung und Produktpalette vergangener Jahrzehnte. Hier kann man zum Beispiel sein eigenes Afri-Cola-Werbeplakat gestalten und in Gedanken auf dem einst schnellsten Zweizylinder Motorrad von 1909 mit 80 km/h Höchstgeschwindigkeit über deutsche Autobahnen pesen. Ob die eigene Nase noch funktionstüchtig ist, kann der Besucher bei einem Schnuppertest ermitteln. Duftproben von „4711” und „Farina” müssen hier richtig zugeordnet werden.
Zudem präsentiert die Ausstellung eine umfangreiche Sammlung an weiteren „Zeitzeugen”. Dazu zählen unter vielen anderen ein Tabak-Bauchladen der Zigarettenmarke „Overstolz”, ein Modell des ersten Viertakt-Versuchsmotors von Nicolaus A. Otto, ein Stollwerck Schokoladenautomat aus dem Jahre 1912 oder Kaffeeschütten aus dem 1901 von Josef Schamong gegründeten Café auf der Venloer Straße.
Die DVD zur Ausstellung bietet die Möglichkeit, das nostalgische Feeling noch einmal ins eigene Wohnzimmer zu transportieren. Es ist spannend zu beobachten, ob oder inwieweit sich das Bewerben eines Produktes über die Jahre verändert hat, gleiche Elemente zu entdecken oder die Werbung einfach als ein „Kunststück” zu betrachten. Vielleicht entdeckt man dabei ja auch den ein oder anderen Spot, den man selbst in Kindertagen mit großen Augen im Fernsehen verfolgt hat.
Louise Fiedel