Künstliche Intelligenz spielt inzwischen auf ganz unterschiedlichen Ebenen eine Rolle. Sie unterstützt bei der privaten Recherche nach dem nächsten Familienausflug oder beim Formulieren eines Anschreibens. Auch im Beruf kommt sie zum Einsatz. Dort kann sie etwa umfangreiche Dokumente auswerten oder bei komplexen Aufgaben helfen. Damit stellen sich neue Fragen. Welche persönlichen Daten gehören besser nicht in einen Chatbot? Und wie lässt sich erkennen, ob eine Antwort korrekt ist? Wer mehr über den Umgang mit KI lernen möchte, findet in Köln zahlreiche Möglichkeiten, sich weiterzubilden.
KI lernen: vor Ort oder online
In Köln gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich mit künstlicher Intelligenz vertraut zu machen. Die Kölner VHS bietet beispielsweise Kurse für Menschen ohne Vorkenntnisse an. Dort geht es um Grundlagen und Anwendungen im Alltag, aber auch um Datenschutz und die Grenzen der Technik. Andere Kurse beschäftigen sich mit dem richtigen Formulieren von Prompts oder dem praktischen Einsatz von Systemen wie ChatGPT, Claude und Gemini.
Auch für Menschen, die KI im Beruf einsetzen möchten, gibt es Angebote. Die IHK Köln hat unter anderem Weiterbildungen zu Prompting und Microsoft Copilot im Programm. Sehr umfangreich ist der Zertifikatslehrgang „KI im Unternehmen“ der TH Köln. Er verbindet Präsenzunterricht mit Online- und Selbstlernphasen und richtet sich an Fach- und Führungskräfte. Auf dem Lehrplan stehen unter anderem die Bewertung verschiedener KI-Anwendungen sowie Fragen zu Daten, Ethik und rechtlichen Vorgaben. Der Lehrgang schließt mit dem Hochschulzertifikat „KI Manager“ ab.
Wer keine Zeit oder Möglichkeit hat, regelmäßig an Veranstaltungen vor Ort teilzunehmen, kann eine KI-Kompetenzschulung online absolvieren. Das bietet mehr Spielraum, wenn die Weiterbildung neben Beruf oder Familie in den Alltag passen muss.
Woran lässt sich ein guter KI-Kurs erkennen?
Bei KI-Weiterbildungen lohnt sich ein genauer Blick auf die Inhalte. Ein Kurs sollte nicht nur erklären, welche Befehle bei ChatGPT oder anderen Systemen funktionieren. Die Programme verändern sich schnell, einzelne Funktionen können schon nach kurzer Zeit anders aussehen. Nützlicher ist Wissen, das sich auch bei der fortschreitenden Digitalisierung und über verschiedene KI-Systeme hinweg anwenden lässt. Dazu gehört etwa, Ergebnisse kritisch zu prüfen und zu verstehen, warum ein Chatbot überzeugend klingen kann, obwohl seine Antwort falsch ist.
Auch das Thema Datenschutz sollte Teil des Programms sein. Gerade bei praktischen Übungen ist es wichtig zu wissen, welche persönlichen oder vertraulichen Informationen besser nicht eingegeben werden sollten. Ein weiteres Qualitätsmerkmal sind Übungen mit konkreten Aufgaben statt langer Theorieblöcke. Vorsicht ist dagegen bei Kursen geboten, die schnelle Erfolge versprechen oder KI als nahezu fehlerfreies Werkzeug darstellen. Seriöse Schulungen sprechen auch darüber, was die Technik nicht zuverlässig liefern kann.